Testbericht: Weitwinkel und Tele-Konverter
Praxisbericht mit Beispielfotos
Um die Hobbykasse zu schonen, habe ich mir bei Ebay ein günstiges Set mit zwei Konvertern von der Firma Kenko gekauft. Hier nun ein Praxisbericht mit einigen Testaufnahmen.
Für die Beispielfotos dieser Seite habe ich jeweils ein paar Sekunden im 16:9-Format auf DV-Band aufgenommen. Aus der Software Magix Video deluxe habe ich anschließend die passenden Einzelbilder im Format 512 x 288 Pixel exportiert und ohne Nachbearbeitung direkt auf die Webseite gesetzt.
Zunächst einmal die technischen Daten der beiden Konverter:
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Kenko MD-20T Tele-Konverter mit einem Abbildungsfaktor von 2,0x (Gewicht: 60g) |
Kenko MD-05W Weitwinkel-Konverter mit einem Abbildungsfaktor von 0,5x (Gewicht: 70g) |
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Der Verkäufer schreibt, die Fassungen wären aus Aluminium, und die Linsen aus "hochwertigem optischen Glas, vergütet". Für das Set inkl. einfacher Objektivdeckel und ebenfalls sehr einfachen "Schutztaschen" habe ich bei Ebay 29,90 EUR zzgl. 8,50 EUR Porto bezahlt.
Das Anschlussgewinde war mit 37mm genau passend für meine Panasonic GS280. Ansonsten gibt es natürlich auch passende Adapterringe zu kaufen.
Der Weitwinkel-Konverter
Die im Test eingesetzte Panasonic GS280 hat eine minimale Objektiv-Brennweite von 3,0 mm. Umgerechnet auf das Kleinbildformat sollen das ungefähr 43-46 mm sein. Hier zunächst eine Aufnahme im 16:9-Format mit dieser Brennweite:
Und nun im Vergleich eine Aufnahme mit dem aufgesetzten 0,5-Weitwinkel-Konverter:
Zwei Dinge sind hier sehr deutlich zu sehen - zum einen belichtet die Kamera hier deutlich heller (was einen Vergleich erschwert), es zeigt sich aber auch ein leichter Kontrast-Mangel. Zum anderen sieht man deutlich den leichten Fischauge-Effekt: der Zaun ist nicht gerade, sondern etwas gebogen. Das kommt bei geraden Linien natürlich besonders zur Geltung. Bei architektonischen Aufnahmen muss man also aufpassen, sofern der Effekt nicht absichtlich gewünscht ist.
Jetzt eine andere Beispiel-Aufnahme - zunächst wieder mit dem Standard-Objektiv bei eingestellter 3 mm Brennweite aufgenommen:
Und wieder die gleiche Aufnahme mit dem aufgesetzten 0,5-Weitwinkel-Konverter:
Auch hier hat die Kamera etwas heller belichtet, der Kontrast hat nachgelassen und die grünen Bäume rechts sehen etwas verwaschener aus. Der Effekt des Fischauges fällt dem Auge hier nicht auf, da ein Spazierweg am See nie ganz gerade sein muss.
Sehr positiv ist, dass ich mit meiner Kamera bei aufgesetztem Weitwinkel-Filter voll durchzoomen konnte. Bei einigen Modellen funktioniert dies nämlich nicht, ab einer bestimmten Zoom-Stufe wird das Bild dann unscharf!
Außerdem wirken die Aufnahmen mit Weitwinkel-Filter deutlich ruckelfreier. Auch Kameraschwenks können mit etwas Übung fast wie vom Stativ gemacht aussehen.
Fazit: Bei Landschafts-Aufnahmen oder Szenen, in denen der Standpunkt der Kamera nicht weiter nach hinten verlagert werden kann, ist dieser Konverter sehr praktisch. Die leichte Abnahme der Bildqualität ist meiner Meinung nach zu verkraften.
Der Tele-Konverter
Die Panasonic GS280 hat wie viele DV-Kameras ihrer Klasse einen 10fach-optischen Zoom. Übersetzt auf die Kleinbildkamera-Brennweiten sind das ungefähr 430-460 mm. Hier die erste Test-Aufnahme mit eingestelltem 10fach-Zoom (ohne Konverter):
Und hier nun die gleiche Aufnahme mit aufgeschraubtem 2,0x-Tele-Konverter:
Das Ergebnis ist leider mangelhaft! Das Bild ist sehr unscharf und erscheint stark ausgewaschen. An einer Verwackelung kann es nicht liegen, denn für die Aufnahmen habe ich ein Stativ benutzt. Auch ein anderes Motiv brachte ein ähnlich schlechtes Ergebnis.
Fazit: Leider unbrauchbar!
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