Reise-Stativ-Kissen (Reissack)

Auf der Suche nach dem perfekten Reise-Stativ...

Für die nächste geplante Urlaubsreise hatte ich mich lange nach einem passenden Reise-Stativ umgesehen. Nach einigem Suchen fand ich klassische Dreibein-Stative, die sich auf immerhin ca. 50cm Höhe zusammenbauen ließen und noch unter 1kg wogen. Doch so richtig wohl war mir bei der Sache trotzdem nicht: bei einer Wanderung in der heißen Sonne flucht man schnell über jedes Gramm zuviel. Außerdem ist solch ein Stativ natürlich sehr unhandlich und baut sich auch nicht mal schnell von alleine auf.

Also probierte ich ein Einbein-Stativ aus. Die sind zusammengesteckt teilweise nur 40cm groß, wiegen ein paar hundert Gramm und lassen sich innerhalb von wenigen Sekunden auf volle Länge ausfahren. Aber lässt sich damit wirklich ruhiger filmen? Meine Tests mit einem zweckentfremdeten Besenstiel ergaben leider keinen sichtbaren Unterschied!

Die Lösung: ein Kissen!

Dann las ich auf einer anderen Webseite über einen selbstgebastelten Reissack, auf dem die Kamera gerade und sicher liegen kann. Da solch ein Säckchen formbar ist, passt es sich jedem Untergrund an. Das hörte sich schon ganz anders an! Allerdings fand ich Reis immer noch zu schwer - und vielleicht weicht der Reis auch mit der Zeit auf, wenn es im Regenwald mal nicht ganz trocken ist...?

Die Lösung war ein kleines Kissen, das mit Styroporkugeln gefüllt wird - genauso wie die beliebten Sitzsäcke. Diese Kügelchen gibt es für ein paar Euro bei Ebay und noch schneller im gut ausgestatteten Bastelladen. Dort bekam ich auch gleich einen dicht abschließenden Kissenbezug mit Reißverschluss in der Größe 40 x 40 cm.

Da ich das Kissen noch kleiner haben wollte, nähte ich die Kissenhülle mit der Nähmaschine und drei einfachen Nähten auf die passende Größe um. Dann füllte ich die Hülle mit ein paar Styroporkügelchen. Beim Testen ergab sich, dass ein halb gefülltes Kissen optimal war. Zum besseren Schutz gönnte ich mir noch einen zweiten Stoff, den ich um das fertige Kissen herumnähte. Das fertige Stativkissen hat nun eine Größe von ca. 32 x 24 x 6 cm.

Das fertige Reise-Stativ-Kissen wiegt gerade mal 115 Gramm!

Das selbstgebaute Stativ im Einsatz

Sie sitzen mit ein paar Freunden auf dem Balkon, möchten die Szene filmen, aber selbst auch im Bild sein? Anstelle umständlich ein Dreibein-Stativ aufzubauen, bietet auch ein an die Wand gelehnter Klappstuhl genug Halt für das Stativkissen. In ca. 3 Sekunden können Sie anfangen zu drehen:

Und haben Sie schonmal versucht, eine Kamera in einem Busch oder Baum sicher genug zu plazieren? Dieses Beispiel zeigt, wie vielseitig das Stativkissen angewendet werden kann - es hat dabei soviel Halt, dass man sich sogar bei etwas Wind keine Sorgen machen muss:

Mit etwas Übung kann man mit diesem Kissen sogar kleine Kamerafahrten auf ebenem Untergrund hinbekommen.

Buchtipps für Filmer: